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Feuerland
Das Yamana-Buch retten
Roman-Tipp von Franziska Tschumi, 7. Juni 2021
Ein poetischer und origineller Roman über zwei historische Persönlichkeiten, deren Eckdaten Autor Hugentobler übernommen hat.
Thomas Bridges wächst Mitte des 19. Jahrhunderts als Adoptivsohn eines britischen Missionars bei den Yamana in Südamerika auf.
Er beginnt bereits als 17-Jähriger damit, ein Wörterbuch der sterbenden Sprache zu erstellen. Viele Jahre später wird ihm das 32'000 Wörter umfassende Buch gestohlen.
Es gelangt irgendwann in den Besitz des Ethnologen und Sprachwissenschaftlers Ferdinand Hestermann, für den es schnell Fix- und Angelpunkt seines Lebens wird.
Um zu verhindern, dass das Buch den Nationalsozialisten in die Hände fällt, verlässt er in den 1930-Jahren Deutschland und begibt sich auf eine Reise, die zunehmend unwirklicher und bedrohlicher erscheint.
Michael Hugentobler, geboren 1975 in Zürich, ist Weltreisender, Schriftsteller und Journalist.
Nachtrag von Anfang Oktober: Feuerland ist auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises 2021.
Michael Hugentobler: Feuerland. Roman, 224 Seiten. Dtv 2021
Dieser Literaturtipp wurde erfasst am 07.06.2021 um 11:33 Uhr.
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