Casino-Gesellschaft Herisau - Literaturtipps
 


Monte Verità am Säntis



Lebensreform in der Ostschweiz

DER Sachbuchtipp von Gabriele Barbey, 2. Nov. 2022


Im St. Galler Pfalzkeller erlebte das Publikum am allerheiligen 1. November eine Buchpräsentation der eindrücklichen Art: Iris Blum, Historikerin und Autorin, stellte ihr Buch Monte Verità am Säntis vor. Wer Blum ein wenig kennt, weiss: Sie macht keine halben Sachen, alles ist durchdacht, strukturiert, stimmig und wirkt am Schluss locker. Die von geschätzt 30 Akteurinnen performten Zwischenspiele, geleitet und choreografiert von Gisa Frank, vermittelten Monte Verità-Stimmung in die Ostschweiz. Musikalische Begleitung: Lorena Dorizzi (Cello) und Matija Sebrek (Gitarre). Kurz: kongenial.

Und nun die Extra-Hinweise für HerisauerInnen: In diesem Buch findet man zum Beispiel die historischen und krassen Tatsachen zur Villa am Nieschberg, erbaut von Ernst Ulrich Buff. Man stösst auf Louise Büchi, Verfasserin des Longsellers Heinrichsbader Kochbuch. Und zeitlich bedeutend näher: die Sigurd Leeder School of Dance. Alle haben sie sichtbare Spuren in Herisau hinterlassen.

Das Buch ist ein schönes Muss für HerisauerInnen, für interessierte OstschweizerInnen. Man liest es nicht in einem Schnorz durch. Man blättert vielleicht im beiliegenden Dünndruck-Anhang und sucht nach bekannten Namen, freut sich über die zahlreichen zeitgenössischen Abbildungen im Hauptband. Und ja: Wer den Monte Verità in Ascona kennt, fragt nach den Zusammenhängen – blättern, lesen, finden!

Iris Blum: Monte Verità am Säntis. Lebensreform 1900 – 1950 in der Ostschweiz. VGS Verlagsgenossenschaft St.Gallen 2022. Gestaltung: Büro Sequenz













Dieser Literaturtipp wurde erfasst am 02.11.2022 um 17:39 Uhr.



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